Abschied von Edi Lexer - „Binta Edi“

Letzter Weg eines vielbegabten Menschen, der nun in St. Lorenzen im Lesachtal überall fehlen wird.

Eine große Zahl an Verwandten, Freunden und Trauergästen aus Nah und Fern nahmen am letzen Weg vom Edi teil. Die Kameraden der FF St. Lorenzen brachten ihn von seinem Haus zur Aufbahrung in die Lourdesgrotte und begleiteten ihn auch auf den Friedhof. Kommandant Gerd Guggenberger bezeichnete ihn als hilfsbereiten Vereinsmenschen und Vorbild für alle. Die Lesachtaler Bauernkapelle St. Lorenzen umrahmte die Trauerfeier musikalisch und der Kirchenchor gestaltete den Auferstehungsgottesdienst, den Pater Andreas M. Baur mit Pater Norbert Harm mit der Pfarrgemeinde feierten.
Für den Kirchenchor verabschiedete sich und dankte Johann Wurzer.
Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Nikolaus Letter bezeichnete den Obermesner Edi als Vorbild und dankte mit einem letzten „Vergelts Gott“.
Edi Lexer wurde am 06.10.1941 als Sohn von Heinrich und Anna Lexer in St. Lorenzen geboren. Er hatte drei Geschwister: Elsa, Annemarie und Helmut. Helmut verunglückte schon als kleiner Bub beim Hochwasser im Jahr 1951, Schwester Annemarie verstarb nach schwerer Krankheit im Jahr 2000, Schwester Elsa hat ihre Familie in Steinfeld i. Drautal. Nach der Schulausbildung erlernte Edi den Beruf als Maurer. Es gibt nur wenige Häuser in St. Lorenzen, in denen er mit seinen Kenntnissen nicht auch im Rahmen der Nachbarschaftshilfe hilfreich tätig war. Er übernahm den Besitz seines Vaters beim „vlg. Heinrich“ und durch die Heirat mit seiner Frau Margit im Jahr 1967 wurde er auch noch Mitbesitzer beim „vlg. Binter“. Aus der Ehe stammen fünf Kinder. Zu Edi`s großen Leidenschaften gehörten die Landwirtschaft, das Reisen und die Berge. Sein großer Stolz war seine Hütte in den Bergwiesen, die er selbst nach einem Lawinenabgang 1992 an sicherer Stelle neu aufgebaut hatte.
Neben seiner Familie galt seine Freizeit wohl den Vereinen des Ortes und zur Ehre Gottes.
Er war eine nicht wegzudenkende Stütze vieler Vereine und Institutionen in St. Lorenzen. Seit der Gründung des Raika-Sparvereines im Jahre 1963 war er nunmehr 50 Jahre als Obmannstellvertreter tätig. Seit 1959, nach dem Großbrand in Wiesen, war er Mitglied der FF St .Lorenzen und seit 1973 dessen gewissenhafter Kassier. Schon seit 1957 ist er Klarinettist in der örtlichen Musikkapelle, der er auch etliche Jahre als Obmann vorstand. Seinem Vorwärtsdenken und seiner Grundzurverfügungstellung ist es zu danken, dass die Musikkapelle mit der Gemeinde Lesachtal ein neues Probelokal errichten konnte. Ebenfalls war er auch in den AG Nachbarschaften Hoch- und Niederalpe St. Lorenzen viele Jahre in dessen Vorstand vertreten. Wie Pater Prior in seiner Predigt und Dankesworten betonte, war Edi über 30 Jahre Mitglied im Pfarrgemeinderat. Er hat auch seinen frohen Dienst an den Gläubigen übernommen, sich eingebracht in Dankbarkeit und aus Liebe zu den Menschen, zur Pfarrgemeinde und zu Gott. Er führte auch die Pfarrchronik musterhaft. Edi war immer da wenn etwas gebraucht wurde und dies nur um Gottes Lohn. Der „Gute Edi“ wird jetzt leben bei Gott, so der Pater Prior.
All seine vielen Vereinstätigkeiten erfüllte er mit Freude und Gewissenhaftigkeit und erhielt dafür nur viel Dank, Anerkennung und Ehrungen. Sein klares, immer mit Humor und einem Lächeln gebrachtes Wort, fand bei Alt und Jung in den Vereinen und der Pfarre, Verständnis und Anerkennung. Er strahlte eine Ruhe aus und fand auch in schwierigen Situationen, für alle eine brauchbare Lösung. „Er war ein Mensch, der nicht Streit suchte, sondern schlichtete und ihn schon im Ansatz verhinderte. Sein Leben war von Pflichtbewusstsein und Verlässlichkeit geprägt“ so die Worte des Musikobmannes Christian Guggenberger.
Bürgermeister Franz Guggenberger bezeichnete Edi als Motor und Bewegenden in der Gemeinde. Als naturverbundenen, geschätzten und fleißigen Arbeiter, der wohl Allen viele Dienste erwiesen hat. Nach soviel Einsatz für das Dorf und die Gemeinschaft kann am Ende des Lebens von Edi wohl nur ein großes Plus stehen. „Vergelt`s Gott für alles - deine Gemeinde und dein Ort“ so der Bürgermeister.
Edi hatte seit 16 Jahren immer wieder gesundheitliche Probleme die er mit bewundernswerter Tapferkeit gemeistert hat. Diese Herausforderung nahm er mit Gelassenheit und Humor. Nach den vielen Krankenhausaufenthalten mit Chemobehandlungen usw. suchte er zu Hause sofort immer wieder Stärkung durch den Besuch und seine gewissenhaften Arbeiten in der Kirche. Er hat immer wieder geglaubt und gehofft, doch die erhoffte Heilung blieb ihm versagt. Edi behielt bis zum Schluss seiner schweren Krebserkrankung seinen für uns gewohnten klaren und hellen Verstand.
Edi riss nun ein großes Loch auf in Kirche, Pfarrgemeinde und in den Vereinen des Ortes. Der Herr lohne ihm all seine Güte und Verfügbarkeit mit der Fülle des ewigen Lebens.

Beim Anklicken vergrößern sich die Bilder

 

Besuchen Sie uns auf Facebook

 

 

Sonntag, der 29. November 2020